Kanzlei Königstraße – Ihre Rechtsanwälte und Steuerberater in Stuttgart

Unser Anwalts- und Steuerberaterteam besteht aus Spezialisten in Ihren jeweiligen Fachgebieten. Gerne übernehmen wir Terminsvertretungen vor allen Stuttgarter Gerichten und in der Umgebung. Terminvereinbarung unter 0711/ 24838300711/ 2483830 oder über unser Online-Formular.

Bitte beachten Sie: Unsere Kanzlei schließt ganztags vom 24.12.2019 bis zum 27.12.2019 und am 31.12.2019.

Rechts-News

Februar 2020

Kanzlei Königstraße erhält renommierte internationale Empfehlung!

Global Law Experts ist eine Datenbank, in der weltweit herausragende Kanzleien und Wirtschaftsberater verzeichnet sind.
Die Kanzlei Königstraße wurde hier für besondere Leistungen im Bereich Internationales Erbrecht und Vermögensnachfolge ausgezeichnet und ist im Handbuch 2020 empfohlen.
Das jährlich erscheinende Verzeichnis nennt ausgewählte Ansprechpartner aus 35 verschiedenen Rechtsgebieten in hundert Ländern der ganzen Welt.

Februar 2020

Das Haus der Eltern erben und selbst einziehen – wann fällt Erbschaftssteuer an?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass eine Immobilie, die von Eltern bewohnt war und die nach deren Tod an die Kinder vererbt wurde, innerhalb von sechs Monaten von den Erben selbst bewohnt werden muss, möchte man eine Erbschaftssteuer vermeiden. Ausnahmen von dieser Regel müssen begründet werden (Bundesfinanzhof, Az. II R 37/16, Urteil vom 28.05.2019).

Um diese Frist von sechs Monaten ging es in einem aktuellen Fall:

Der Kläger lebte in einer Doppelhaushälfte. In der anderen Haushälfte hatte sein Vater alleine gelebt. Nach dem Tod des Vaters war der Kläger Alleinerbe. Er plante die Zusammenlegung der beiden Haushälften und wollte das gesamte Doppelhaus künftig mit seiner Familie alleine bewohnen. Die Entrümpelung, die Trocknungsarbeiten, der Durchbruch der Wände und weitere Renovierungsarbeiten, von denen er viele in Eigenleistung erbrachte, zogen sich über ganze drei Jahre hin. Der Kläger beantragte Steuerbefreiung (§ 13 Abs. 1 Ziff. 4c ErbStG).
Das zuständige Finanzamt verweigerte diese, unter anderem, weil die Adresse des Klägers immer noch dieselbe war wie drei Jahre zuvor. Hieraus sei ersichtlich, dass kein unverzüglicher Umzug des Erben stattgefunden habe.
Das Finanzgericht Münster gab dem Finanzamt Recht, ließ aber die Revision zu. Die Richter befanden, dass die Umbaumaßnahmen wesentlich schneller hätten von statten gehen können, wenn der Kläger eine andere Trocknungsmaßnahme gewählt hätte als den Verbrauch des eigenen, übrigen Heizöls. Außerdem habe er erst nach einem halben Jahr damit angefangen, das Haus zu entrümpeln. Die Dauer von drei Jahren ist wesentlich zu lang, um von einem unverzüglichen Einzug sprechen zu können (Finanzgericht Münster, Az. 3 K 3184/17 Erb, Urteil vom 24.10.2019).

Steffen Köster, Fachanwalt für Erbrecht sowie Steuerberater Michael Klein, spezialisiert auf die Erbschaftssteuererklärung in unserer Kanzlei in Stuttgart, raten:
Falls Sie eine Immobilie geerbt haben und Steuerbefreiung geltend machen wollen, weil Sie die Immobilie selbst nutzen werden, beachten Sie unbedingt die Sechsmonats-Frist! Danach müssten Sie vor Gericht konkret erklären können, warum die Entrümpelungs-, Renovierungs- und Umzugsarbeiten so lange gedauert haben. Beginnen Sie ggf. so schnell wie möglich mit der Entrümpelung und dokumentieren Sie unbedingt, welche Renovierungsarbeiten Sie wann und mit Hilfe welches Handwerksbetriebes durchgeführt haben. Falls die ererbte Immobilie eine andere Postadresse haben sollte, verlegen Sie Ihren Wohnsitz innerhalb der Sechsmonatsfrist dorthin.

Gerne beantwortet Rechtsanwalt Köster Ihre Fragen zum Erbrecht und steht Ihnen bei einem Rechtsstreit zur Seite. Gemeinsam mit Steuerberater Michael Klein werden auch sämtliche Steuerfragen in die Beratung und Empfehlungen mit einbezogen. Vereinbaren Sie einen Termin!

Januar 2020

Was ändert sich 2020 beim Kindergeld und Kindesunterhalt?

Zum Jahresbeginn ist die neue Düsseldorfer Tabelle in Kraft getreten – eine Richtlinie zur Bemessung des angemessenen Kindesunterhalts, die seit 1962 vom Oberlandesgericht Düsseldorf veröffentlicht und regelmäßig angepasst wird.

Wir informieren Sie über die Neuerungen seit Januar:

Beim Kindesunterhalt erhöht sich der Selbstbehalt, der Unterhaltspflichtigen zusteht. Nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige dürfen 960 Euro behalten (80 Euro mehr als in den Vorjahren), Erwerbstätige 1.160 Euro (ebenfalls 80 Euro mehr). Was die Unterhaltsansprüche von Eltern angeht: Hier steigt der Selbstbehalt 2020 um 200 Euro auf 2.000 Euro.

Für den Mindestunterhalt von Kindern gilt 2020 – in der niedrigsten Einkommensgruppe – folgende Staffelung:

  • Kinder bis 5 Jahre: monatlich 369 Euro (Erhöhung um 15 Euro)
  • Kinder 6-11 Jahre:  monatlich 424 Euro (Erhöhung um 18 Euro)
  • Kinder 12-18 Jahre: monatlich 497 Euro (Erhöhung um 21 Euro)
  • volljährige Kinder: monatlich 530 Euro (Erhöhung um 3 Euro)
  • Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen: monatlich 860 Euro (Erhöhung um 125 Euro)

Dies kann auch Auswirkungen auf die weiteren Beträge in der jeweiligen Altersstufe und Einkommensgruppe haben, sodass Sie etwaige Unterhaltsansprüche prüfen lassen sollten.

Der Kinderfreibetrag in der Steuererklärung wird 2020 weiter angehoben. Er steigt im Vergleich zum Vorjahr um 192 Euro je Kind. Außerdem kann ein Freibetrag für Betreuungs- und Ausbildungskosten geltend gemacht werden. Dieser wird mit 2.640 Euro veranschlagt.

In unserer Kanzlei in Stuttgart ist Tobias Rist, Fachanwalt für Familienrecht, Ihr kompetenter Ansprechpartner.
Er überprüft gerne Ihre Unterhaltsberechnung und berät Sie, wie Sie Ihre Ansprüche optimal ausschöpfen können. Vereinbaren Sie einen Termin!

Dezember 2019

Frohe Weihnachten!

 

 

 

 

Liebe Mandanten, Geschäftspartner und Freunde unserer Kanzlei,

wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest
und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2020!

Das Team der Kanzlei Königstraße

 

Dezember 2019

Rechtsanwalt Tobias Rist publiziert zum Zugewinnausgleich

In der aktuellen Ausgabe des Magazins FK kompakt  des IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft publiziert unser Kollege Tobias Rist einen Artikel zum Thema „So gelingt die Unternehmensbewertung im Zugewinnausgleich“.

Worum geht es?
Bei einer Scheidung eines Unternehmerehepaars stellt sich die Frage, welche Rolle das Unternehmen im Rahmen des Zugewinnausgleichs spielt. Dazu muss das Unternehmen in wirtschaftlicher wie auch steuerlicher Hinsicht begutachtet werden. Diese Unternehmensbewertung ist ein entscheidender Faktor für die Berechnung des so genannten „Zugewinnausgleichs“. Für das Gutachten ist natürlich eine spezifische wirtschaftliche und juristische Fachkenntnis notwendig.
Rechtsanwalt Tobias Rist nennt zentrale Aspekte eines solchen Gutachtens und erklärt, was bei der Auswahl eines Sachverständigen zu berücksichtigen ist. Es gibt unterschiedliche Bewertungsmethoden: das Substanzverfahren, das Ertragswertverfahren, das modifizierte Ertragswertverfahren und das Liquidationsverfahren. Rist erläutert, welchen Ansatz diese Verfahren verfolgen und worauf bei der Anwendung der einzelnen Verfahren zu achten ist. Wichtig: Betroffene sollten nicht blauäugig die Bewertungsmethoden des hinzugezogenen Sachverständigen bzw. des Gerichtes akzeptieren, sondern die Bewertungsmethode kritisch hinterfragen!

Sind Sie persönlich von einer Unternehmerscheidung betroffen? Für juristischen Rat und Unterstützung im Verfahren wenden Sie sich an Rechtsanwalt Tobias Rist, Fachanwalt für Familienrecht und Fachanwalt für Medizinrecht, in unserer Kanzlei in Stuttgart.
Vereinbaren Sie einen Termin!

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