Kanzlei Königstraße – Ihre Rechtsanwälte und Steuerberater in Stuttgart und Esslingen

Willkommen!
Die Kanzlei Königstraße mit ihren Standorten in Stuttgart und Esslingen ist Ihr Partner für kompetente und persönliche Rechtsberatung in allen zentralen Rechtsbereichen.
Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für Ihr rechtliches Anliegen und vertreten Sie bei Konflikten auch vor Gericht.

Das Team der Kanzlei Königstraße arbeitet vertrauensvoll zusammen – auch standortübergreifend. Durch die Spezialisierung der Kolleg/-innen auf unterschiedliche Rechtsgebiete ist eine umfassende Betreuung unserer Mandanten gewährleistet.

Wir freuen uns auf Sie.
Ihre Kanzlei Königstraße

Mitteilung bezüglich der Corona-Pandemie

Auf Grund der weiterhin dynamischen Lageentwicklung bzgl. der Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus ergreifen wir zum Schutz unserer Mandanten und Mitarbeiter sowie in Wahrnehmung der allgemeinen gesellschaftlichen Fürsorgepflichten folgende Maßnahmen:

→   Ab sofort und bis auf weiteres können wir persönliche Mandantenbesprechungen nicht mehr anbieten (Ausnahme: ausdrücklich vereinbarte Besprechungen).

→   Wir bitten sie nicht ohne Termin bzw. Rücksprache mit uns die Kanzlei zu betreten.

→   Stattdessen gilt folgender Ablauf:

  1. Besprechungstermine werden telefonisch, per Skype oder per Zoom angeboten oder wenden sie sich per E-Mail an den zuständigen Rechtsanwalt.
  2. Zur Terminvereinbarung erreichen Sie uns jederzeit per E-Mail oder telefonisch unter 0711 2483830.
  3. Gerichtstermine werden weiterhin wahrgenommen, solange diese nicht selbst von den Gerichten abgesagt werden.
  4. Barzahlungen können direkt auf unser Kanzleikonto bei der Commerzbank erfolgen:Kontoinhaber: Kanzlei Königstraße GbR
    IBAN: DE98 600 400 71059 5910 100. /li>

    Für Mandatsanfragen wenden sie sich telefonisch an uns oder per E-Mail an
    info@kanzlei-koenigstrasse.de .

    Vielen Dank für Ihr Verständnis!

    Ihr Team der Kanzlei Königstraße Köster & Kollegen

Unser Team

Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwalt
Steffen Köster
Fachanwalt für Erbrecht
Testamentsvollstrecker

Ausgewählte Schwerpunkte:

Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwalt
Sven Kobbelt

Ausgewählte Schwerpunkte:

  • Erbrecht
  • Gesellschaftsrecht
  • Arbeitsrecht
Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwältin
Marlene Giray-Scheel
Fachanwältin für Familienrecht
Mediatorin (zertifiziert)

Ausgewählte Schwerpunkte:

Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwalt
Samir Talic
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Migrationsrecht

Ausgewählte Schwerpunkte:

Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwältin
Kerstin Herr

Ausgewählte Schwerpunkte:

  • Erbrecht
  • Testamentsgestaltung/Vorsorgeplanung
  • Vorweggenommene Erbfolge
  • Erbengemeinschaften/Erbstreitigkeiten
  • Pflichtteilsansprüche
Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwalt
Tobias Bastian

Ausgewählte Schwerpunkte:

Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwältin
Karina Neb (angestellt)

Ausgewählte Schwerpunkte:

  • Erbrecht
  • Erbrecht (national und international)
  • Unternehmensnachfolge
  • Testaments-/ Erbvertragsgestaltung
  • Vorweggenommene Erbfolge
  • Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft
  • Gesellschaftsrecht
Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwältin
Giuseppina Ingrassia

Ausgewählte Schwerpunkte:

  • Familienrecht
  • Erbrecht
  • Arbeitsrecht
Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Rechtsanwalt
Mathias Brenner
Fachanwalt für Strafrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Ausgewählte Schwerpunkte:

Anwalt Kanzlei Königsstrasse
Wirtschaftsprüfer
Michael Klein
Wirtschaftsprüfer
Steuerberater

Ausgewählte Schwerpunkte:

  • Jahresabschlussprüfungen
  • Prüfung von Finanzdienstleistungsinstituten
  • Konzernabschlussprüfungen
  • Ordnungsmäßigkeitsprüfungen

Rechts-News

September 2021

Können Pflichtteilsergänzungsansprüche verjähren?

Was ist, wenn erst Jahre nach dem Tod eines Erblassers ans Licht kommt, dass er noch weitere Kinder hatte? Mit einem solchen Fall befasste sich der Bundesgerichtshof (AZ IV ZR 317/17, Urteil vom 13.11.2019).
Wie war der genaue Sachverhalt? Ein Mann hatte einige Jahre vor seinem Tod seinen Söhnen aus erster Ehe bereits mehrere Grundstücke geschenkt bzw. unter Nießbrauchvorbehalt überlassen. Er starb 2007. Erst 2015 wurde festgestellt, dass er einen weiteren Sohn hatte. Dieser klagte gegen seine Halbbrüder als Beschenkte und wollte seinen Pflichtteilsergänzungsanspruch aufgrund der erfolgten Schenkungen. Zu spät – so das Urteil der Richter. Ein Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen den Beschenkten kann nur innerhalb von drei Jahren ab Tod des Erblassers geltend gemacht werden. Dies gilt auch, wenn der Pflichtteils(ergänzungs-)anspruch – wie im vorliegenden Fall – erst wesentlich später festgestellt werden konnte.
Hintergrund: Es muss nach gewisser Zeit für alle Beschenkten, gegen welche ein Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend gemacht wird, Klarheit und Rechtssicherheit darüber bestehen, dass sie das Geschenkte behalten können und nicht einem eventuell später hinzukommenden Pflichtteilsberechtigten etwas abgeben müssen.

Wird der Pflichtteilsergänzungsanspruch dagegen gegen den Erben geltend gemacht, beginnt die dreijährige Verjährungsfrist nicht vor Kenntnis von den erfolgten Schenkungen und dem bestehenden Anspruch. Die Verjährung beginnt hier mit Ende des Jahres, in welchem die Kenntnis erlangt wird.

Fazit: Wenn Zweifel über die mögliche Vaterschaft eines Erblassers bestehen, sollte von seinen nichtehelichen Kindern so schnell wie möglich ein Vaterschaftsfeststellungsverfahren angestrengt werden, um Klarheit zu schaffen.

Zur Erstellung eines rechtssicheren Testaments bzw. zur juristischen Beratung in erbrechtlichen Angelegenheiten wenden Sie sich in unserer Kanzlei in Stuttgart bitte an Rechtsanwalt Steffen Köster, Rechtsanwältin Kerstin Herr, Rechtsanwalt Tobias Bastian oder Rechtsanwältin Karina Neb. In unserer Kanzlei in Esslingen vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Rechtsanwalt Sven Kobbelt oder Rechtsanwältin Giuseppina Ingrassia.

August 2021

Das Erbe ausgeschlagen und nicht mit den Konsequenzen gerechnet – ist das anfechtbar?

Das Oberlandesgericht Frankfurt befasste sich mit einem Fall, in dem es um die Ausschlagung einer Erbschaft ging. Wie war der Sachverhalt?

Nach dem Tod eines Mannes sollten dessen Witwe und seine beiden Kinder – Sohn und Tochter – erben. Der Sohn hatte wiederum einen Sohn. Die Familie war sich einig gewesen, das Erbe des Vaters auszuschlagen, damit der Enkelsohn als Nächstberufener in der Erbfolge direkt begünstigt würde.
Die Ehefrau des Verstorbenen und ihre Tochter hielten sich an diese Abmachung und schlugen die Erbschaft aus. Der Sohn hingegen – der Vater des vorgesehenen Erben – hielt sich nicht an diese Abmachung. Er wurde folglich zum Alleinerben. Seine Mutter und Schwester gingen vor Gericht, um ihre eigene Ausschlagung anzufechten und zu Miterbinnen zu werden.
Das Gericht lehnte diesen Antrag auf einen gemeinsamen Erbschein ab.
Wer ein Erbe ausgeschlagen hat und sich über die Person des Nächstberufenen geirrt hat, kann innerhalb von sechs Wochen ab Kenntnis seines Irrtums eine Anfechtung beim zuständigen Nachlassgericht oder bei einem Notar einreichen (§ 1955 BGB). Dies betrifft jedoch nur einen Irrtum über die Folgen der eigenen Ausschlagung. Wenn aber – wie im vorliegenden Fall – der Irrtum darin besteht, dass sich andere Personen anders verhalten haben als erwartet, dann kann die Erbausschlagung nicht angefochten werden. Es liegt hier eine falsche Einschätzung des Verhaltens Dritter vor. In diesem Fall hatten die beiden Klägerinnen leider Pech (AZ 21 W 167/20, Beschluss vom 6.2.2021).

In beiden Kanzleistandorten der Kanzlei Königstraße – in Stuttgart und Esslingen – sind wir spezialisiert auf Fälle aus dem Erbrecht. Wir beraten Sie als Erben oder Erblasser zu allen Fragen rund um die Themen Nachlassplanung und Testamentsgestaltung. Wenden Sie sich in der Stuttgarter Kanzlei an den Fachanwalt für Erbrecht Steffen Köster, Rechtsanwältin Kerstin Herr, Rechtsanwalt Tobias Bastian oder Rechtsanwältin Karina Neb. In unserer Kanzlei in Esslingen vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Rechtsanwalt Sven Kobbelt oder Rechtsanwältin Giuseppina Ingrassia.

August 2021

Die Familiengesellschaft als ideales Instrument der Nachfolgeplanung

Wer ein umfangreiches Vermögen hat, z.B. in Immobilien und Wertpapieren, macht sich am besten frühzeitig Gedanken über eine maßgeschneiderte Nachfolgeplanung.

Die Vermögenswerte sollen nach einem möglichst individuellen Plan auf die nächste Generation übertragen werden, Schenkungen gezielt möglich gemacht und Sicherheiten fürs eigene Rentenalter gewährleistet sein.

Zur Gestaltung eines solchen Konstrukts bietet sich die Gründung einer so genannten „Familiengesellschaft“ an. Das gesamte Familienmögen wird hier zusammengefasst, seine Verwendung kann auf den Euro genau geplant und sorgfältig gesteuert werden. Sobald eine Familiengesellschaft als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet ist, können steuerliche Freibeträge gezielt genutzt werden. So dürfen beispielsweise die Kinder nach und nach aus dem Familienvermögen beschenkt werden – im Rahmen des Freibetrags, der vorsieht, dass jedes Kind alle zehn Jahre mit 400.000 Euro bedacht werden darf, ohne dass Schenkungssteuern dafür fällig werden. Eine Familiengesellschaft kann auch mit minderjährigen Anteilseignern gegründet werden. Diese werden dann nicht durch ihre eigenen Eltern vertreten, sondern es wird ein so genannter „Ergänzungspfleger“ bestimmt, der die Belange der Kinder innerhalb der Familiengesellschaft vertritt. Wenn Kinder in der Familiengesellschaft vertreten sind, können natürlich Schenkungssteuerfreibeträge über viele Jahre noch besser ausgeschöpft werden.
Die Familiengesellschaft ist eine gute Möglichkeit, das Familienvermögen auf die nächste Generation zu übertragen und zugleich hohe Summen an Einkommensteuer und Erbschaftssteuer zu sparen.

Einen Gesellschaftsvertrag für eine Familiengesellschaft individuell zu gestalten, ist Aufgabe eines auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Anwalts. In unserer Kanzlei in Esslingen unterstützt Sie Rechtsanwalt Sven Kobbelt, in Stuttgart ist Rechtsanwältin Karina Neb Ihre Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, Ihre Vermögensnachfolge nach Ihren Wünschen und Vorstellungen zu regeln.

Juli 2021

Für Grundbucheintragungen ist eine transmortale Vollmacht ausreichend

Eine transmortale Vollmacht ist eine Vollmacht, die auch nach dem Tod des Vollmachtgebers Gültigkeit hat. So kann beispielsweise der Vollmachtnehmer im Namen des Verstorbenen Verträge abschließen oder kündigen, Einblick in Kontoauszüge nehmen, Überweisungen tätigen oder Daueraufträge stoppen.

Das Kammergericht Berlin urteilte im Fall eines Erblassers, der bei einem Notar bereits 2004 für seine spätere Alleinerbin eine transmortale Vollmacht ausgestellt hatte. Nach seinem Tod beantragte die Erbin für ein zum Erbe gehörendes Grundstück die Eintragung beim Grundbuchamt. Das Grundbuchamt weigerte sich, die Vormerkung einzutragen und verlangte hierfür einen Erbschein oder ein europäisches Nachlasszeugnis.

Zu Unrecht – so entschied das Kammergericht Berlin. Nach Ansicht der Richter reicht eine transmortale Vollmacht – wie sie in diesem Fall vorlag – aus, um eine Grundbucheintragung zu beantragen. Ein Erbschein, dessen Beantragung für den Erben mit Zeit und Kosten verbunden wäre, ist in diesem Fall nicht erforderlich (KG, 1 W 1503/20, Beschluss vom 02.03.2021).

Die transmortale Wirkung einer Vollmacht sollte in einer Vorsorgevollmacht enthalten sein. Eine Vorsorgevollmacht erleichtert nicht nur den Vorsorgefall zu Lebzeiten, sie kann sich auch bei der Abwicklung von Nachlassangelegenheiten als äußerst nützlich und sinnvoll erweisen. Sie kann sogar, wie im obigen Fall beschrieben, die kosten- und zeitintensive Beantragung eines Erbscheins überflüssig machen.

Für die Erstellung einer Vorsorgevollmacht, die auf Ihre Wünsche individuell abgestimmt ist, sollten Sie einen im Erbrecht erfahrenen Anwalt zu Rate ziehen. In unseren beiden Kanzleien in Stuttgart und in Esslingen sind dies folgende Kolleg*innen: in der Stuttgarter Kanzlei der Fachanwalt für Erbrecht Steffen Köster, Rechtsanwältin Kerstin Herr, Rechtsanwalt Tobias Bastian und Rechtsanwältin Karina Neb – in Esslingen Rechtsanwalt Sven Kobbelt und Rechtsanwältin Giuseppina Ingrassia. Vereinbaren Sie einen Termin!

Juli 2021

Für Alleinerziehende ist ein Testament wichtig

Etwa jedes fünfte Kind in Deutschland lebt mit einem alleinerziehenden Elternteil – so hat es das Statistische Bundesamt 2019 ermittelt. Gerade für Alleinerziehende ist es wichtig, sich über ihren Nachlass Gedanken zu machen, denn im Todesfall hätte der ehemalige Partner – falls die Kinder dann noch minderjährig wären – enormes Mitspracherecht. Und dies wäre häufig nicht das, was sich der oder die Verstorbene gewünscht hätten. Wie ist die Rechtslage?
Nach dem Tod eines alleinerziehenden Elternteils erben nur die Kinder, jeweils zu gleichen Teilen. Wenn die Kinder aber noch minderjährig sind, übernimmt das andere Elternteil die Vermögensverwaltung, sofern beide Eltern sorgeberechtigt waren.
Wer dies nicht möchte, ist sehr gut beraten, frühzeitig einen im Erbrecht erfahrenen Anwalt aufzusuchen und ein Testament zu erstellen. In diesem kann ein Testamentsvollstrecker bestimmt werden, der das Erbe bis zur Volljährigkeit der Kinder oder auch bis zu einem bestimmten höheren Alter der Kinder verwalten soll.

Ist jemand alleine sorgeberechtigt, ist es ratsam, im Testament eine Person des Vertrauens als Vormund für die Kinder zu bestimmen. Denn fehlt diese Verfügung, wird das Familiengericht eine Person als Vormund bestimmen, die vielleicht gar nicht im Sinne der oder des Verstorbenen wäre.

Ein weiterer Punkt ist zu beachten: Wenn beispielsweise eine alleinerziehende Mutter stirbt, erben ihre Kinder. Wenn nun aber eines der Kinder stirbt und selbst keine Erben hinterlässt, dann erbt wiederum der Ex-Partner der verstorbenen Mutter – was sie vermutlich nicht gewollt hätte. Um diesen Fall auszuschließen, kann im Testament eine „Nacherbschaft“ festgelegt werden, in der die Erblasserin festlegen kann, wer im Falle des Todes der Erben als Nacherben folgen soll.

Um ein Alleinerziehenden-Testament rechtssicher, individuell und ganz in Ihrem Sinne zu gestalten, stehen Ihnen die Anwälte in unseren beiden Kanzleien in Stuttgart und Esslingen gerne zur Seite. Vereinbaren Sie einen Termin!

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