Erbschaftsteuerrecht in Stuttgart

Ihr Ansprechpartner: Steuerberater Lars Heinrich

Mit Geltung ab dem 01.01.2009 wurde das neue Schenkungs- und Erbschaftssteuergesetz (ErbStG) in Kraft gesetzt. Dieses beinhaltet weitgehende Änderungen zu der bisherigen Gesetzeslage. Wie durch das Bundesverfassungsgericht bereits im Jahre 2006 gefordert, werden nunmehr alle Vermögensarten gleich behandelt. Dies bedeutet, dass Immobilien statt mit dem meist sehr günstigen Ertragswert nunmehr mit dem Verkehrswert versteuert werden. Eigentümer von mittleren bis größeren Immobilienvermögen sollten sich daher beraten lassen, inwieweit bei einem Erbfall Steuern anfallen und ob diese durch lebzeitige Gestaltungsverträge verhinderbar sind. Oft sind Übertragungen auf die nächste Generation unter Vorbehalt zahlreicher Nutzungs- und Absicherungsrechte des Übergebers in der Lage, teils horrende Steuerzahlungen zu vermeiden.

Vorteile bietet das neue Recht für nahe Angehörige, da sich die Freibeträge für diese erhöht haben. Dieser Vorteil ist jedoch in vielen Fällen auf den zweiten Blick kein tatsächlicher Gewinn, wenn besagte Immobilien Teil des Nachlasses sind. Durch deren höhere Steuerbewertung gleichen sich die erhöhten Freibeträge oft wieder aus.

Stark benachteiligt sind entfernte Verwandte und Nichtverwandte (z.B. auch der langjährige Lebensgefährte, Freunde, Bekannte, Nachbarn usw.). Diese werden mit Steuersätzen von 30-50% belastet, was oft dazu führt, dass Nachlassgegenstände veräußert werden müssen, nur um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. Ist damit abzusehen, dass der künftige Erblasser keine oder nur entfernte Verwandte besitzt, ist gestalterisches Tätigwerden in jedem Fall angeraten.

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